Selbstportrait Wolfgang Boge

Selbstportrait

Selbstportrait

Selbstportrait

Passend zu meinem ersten Blog-Beitrag Lachen im Portrait habe ich mich nach der dort vertretenen Ansicht selbst gemalt. Sie besagt, dass ein breites Lachen für ein Gemälde eher nachteilig ist und ich bin der Meinung, dass diese Ansicht durch mein Selbstportrait bestätigt wird. Jedenfalls bin ich ganz zufrieden damit und kann mir kaum vorstellen, dass das Bild mit einem breiten Lachen besser ausgesehen hätte. Abweichend von der Fotovorlage wollte ich aber die Brille nicht im Gemälde haben und auch den Hintergrund habe ich umgestaltet.

Immer wieder fällt auf, dass die Digitalkamera die Farben anders wahrnimmt als das menschliche Auge. So sieht es zum Beispiel über meiner bildlinken Oberlippe aus, als hätte ich einen kleinen weißen Schnurrbart. Das ist im Originalgemälde kaum zu sehen. Wie überhaupt die Originalgemälde rundweg besser aussehen als die digitalen Reproduktionen. Da hilft auch kein Bildbearbeitungsprogramm. Die Vorlage zu diesem Selbstportrait stammt vom Fotografen Richard Unger.

Portraitfoto Wolfgang Boge
Die Vorlage zu meinem Selbstportrait.

Selbstportrait heute

Wenn ich vom Selbstportrait spreche, dann meine ich immer das klassische Ölgemälde. Heute muss man das deutlich sagen, denn in Zeiten massenhaft geschossener Selfies versteht der moderne Mensch vermutlich genau das darunter. Nach einer kurzen Recherche im Internet habe ich den einen oder anderen Artikel gefunden, der das Thema Portrait heute aufgreift. So fragt die ZEIT-ONLINE: „Was ist heute noch ein Selbstporträt?“ Zum Artikel geht es hier.

Im SPIEGEL hingegen kann man eine Fotostrecke über den amerikanischen Künstler Bryan Saunders sehen, der sich nach dem Konsum unterschiedlichster Drogen sehr unterschiedlich selbst malte.

Die (Online-)Zeitschrift “ KubaParis – Zeitschrift für junge Kunst“ fragt: „Was erwartet man von einem Bild, das ein Selbstporträt sein soll?“ Den Artikel finden Sie hier.

Soweit ein paar Streiflichter zur heutigen Sicht auf das Thema Selbstportrait. Wer aber wie ich dem Malstil eines Anders Zorn oder eines John Singer Sargent anhängt, ist zum Beispiel gut bei der „American Impressionist Society“ aufgehoben, die dieser alten Tradition verpflichtet scheint.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.